In drei Schritten von Menschenfurcht zum Kontaktprofi

Gastbeitrag von Esther Klein

Posted by Esther Klein on June 7th at 3:46pm

Früher war ich sehr zurückhaltend. Vor anderen zu stehen war für mich ein Greul. Auf Menschen zu zu gehen und ein Gespräch zu starten ebenfalls.

Das nicht zu können ist nicht schlimm. Aber ich wollte es. Es nicht zu können hat mich unzufrieden gemacht und ließ mich stets unwohl fühlen.

Drei Dinge, die mir auf dem Weg dahin geholfen haben und immer noch helfen, sind mir dazu eingefallen:

1. Sage ja, wenn du eigentlich nein sagen willst

Ich stellte mich meiner Angst.

Während meiner Ausbildungszeit wurden zwei Schüler gesucht, die vor den leitenden Praxis-Anleitern der Krankenhäuser von ihren Erfahrungen berichten würden.

Mein natürlicher Instinkt war: Ich auf keinen Fall. 

Daher wusste ich: Ich auf jeden Fall.

Ich habe es gemacht. Und weißt du was? Keiner hat mich ausgelacht, mit den Füßen getreten oder sonst etwas unvorstellbar Schlimmes getan.

ABER, ich durfte in Sicherheit, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen wachsen.

2. Triff eine Entscheidung

Viele sagen: "So bin ich halt.“ oder "Das kann ich nicht anders.“.

Ich denke, dass ist falsch.

Jeder kann sich verändern und jeder kann dazulernen! Man muss es nur wollen und sich dann immer wieder dafür entscheiden. Auf neue Leute zu zugehen ist für mich immer wieder eine bewusste Entscheidung. Ich mache das nicht aus meiner natürlichen Art heraus, sondern muss mich jedesmal dazu überwinden.

Mit der Zeit fiel es mir immer leichter. Auch, weil ich es nie erlebt habe, dass Menschen sich nicht darüber gefreut haben.

3. Denke nicht an dich

Es gibt so viele Gründe jemanden nicht anzusprechen oder heute mal niemand Neues kennen zu lernen:
 Ich will jetzt allein sein. Habe grad keine Lust. Bin echt müde. Muss schnell los. Die anderen können ja auch mal. Ich bin grad beschäftigt. Der will bestimmt nicht angesprochen werden. Die sieht irgendwie komisch aus. ... Und noch so viele mehr. 
 Entdeckst du dich in einem wieder?

Auf jemanden zuzugehen lenkt den Fokus weg von deinem Ego. Wenn ich auf jemanden zu gehe, dann stelle ich mich ganz auf diese Person ein und bewege mich weg von dem Ego, das mir sagt, wie bequem es ist, das jetzt nicht zu tun. Wir drehen uns schon genug um uns selbst.

Jetzt denkst du vielleicht: Wieso soll ich auf andere zugehen? Ich bin auch so zufrieden.

Dann denk einmal an eine Situation, in der du neu warst oder niemand zum Reden hattest. Denk an den Moment, wo du dir gewünscht hättest, du wärest angesprochen worden. Oder an einen Moment, in dem du angesprochen wurdest und du dafür dankbar warst.

Es bereichert dein Gegenüber, aber auch ich habe mich danach immer bereichert gefühlt.

Welche Erfahrungen hast du damit gemacht, neue Leute kennenzulernen?

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